Viele Menschen mit Epilepsie fragen sich: Darf ich ein CBD-Produkt neben der Therapie nehmen? Auch Angehörige fragen das. Dieser Text sagt nicht, ob es wirkt. Er zeigt, was schiefgehen kann. Und worauf Sie achten sollten.
Warum Absetzen gefährlich ist
Wer die Mittel plötzlich absetzt, kann Anfälle bekommen. Manche dauern sehr lang (Status epilepticus). Das ist ein Notfall. Das kann lebensgefährlich sein.
Bei schlecht kontrollierter Epilepsie steigt auch das Risiko für SUDEP. Das ist der plötzliche Tod bei Epilepsie. Laut der Leitlinie der American Academy of Neurology zählt vor allem eines: gute Kontrolle der Anfälle. Darum ist jedes Produkt ein Risiko, das zum Ändern der Arzneien verleitet. Egal, was drin ist.
Was das Etikett nicht garantiert
Eine Studie im JAMA prüfte 84 CBD-Produkte aus dem Netz (Bonn-Miller u. a., 2017). Nur etwa 31 % hatten so viel CBD wie angegeben. In etwa jedem fünften Produkt fand man THC.
Prüfen Sie vor jedem Kauf:
- das Zertifikat der Charge aus einem neutralen Labor;
- wie viele Milligramm Cannabinoide in der Flasche sind;
- den gemessenen THC-Gehalt. Er steht im Zertifikat.
CBD und Mittel gegen Epilepsie
- Clobazam: CBD bremst CYP2C19. So steigt der aktive Stoff aus Clobazam. Die Menschen werden müder.
- Valproat: In den Studien zu Epidyolex stiegen dabei die Leberwerte.
- Weitere Mittel gegen Epilepsie laufen über die CYP450-Enzyme. Auch sie können betroffen sein. Das beurteilt die Neurologin oder der Neurologe.
Fragen an die Praxis
- Passt ein CBD-Produkt zu meiner Therapie?
- Brauche ich Tests im Labor?
- Gibt es für mich eine Option auf Rezept? (Epidyolex gilt nur für bestimmte Formen.)
- Was tue ich, wenn ich mehr Anfälle habe?
Was wir verkaufen
Wir verkaufen Hanföle. Es gibt sie von 5 % bis 50 %. Sie sind Full Spectrum. Jede Charge hat ein Zertifikat aus dem Labor. Was drin ist, steht bei den CBD-Ölen und im Shop. Unsere Produkte sind keine Arzneimittel. Wir sagen nicht, dass sie Krankheiten heilen, lindern oder verhüten. So will es die Verordnung (EG) Nr. 1924/2006.
Häufige Fragen
Kann CBD-Öl die Mittel ersetzen?
Nein. Die Therapie ändern Sie nur mit Ihrer Neurologin oder Ihrem Neurologen. Plötzliches Absetzen kann schwere Anfälle auslösen. Reden Sie also zuerst mit der Praxis.
Warum ist das Etikett wichtig?
Weil laut einer Studie im JAMA (2017) nur etwa 31 % der Produkte so viel CBD hatten wie angegeben. In jedem fünften war zudem THC.
Enthält Full-Spectrum-Öl THC?
Ja, in Spuren unter 0,2 %. Sagen Sie Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn ein Produkt THC enthält.
Ein Anfall dauert über fünf Minuten. Was tun?
Sofort die 112 rufen.
Weiterlesen
- CBD und Epilepsie: Epidyolex — die zugelassene Arznei
- Cannabinoide und neurologische Erkrankungen — was zugelassen ist
- Full-Spectrum-CBD-Öle — unser Sortiment
Jeder Mensch ist anders. Gewicht, Alter und Arzneien spielen eine Rolle. Darum steht auf unserer Website keine „empfohlene“ Menge. Nutzen Sie das Produkt wie auf der Packung beschrieben. Sind Sie in Behandlung? Nehmen Sie Arzneien? Dann fragen Sie vorher Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.
Fragen zum Produkt? Zu Inhalt, Stärke oder Zertifikat? Schreiben Sie uns an office@hempfarms.info.
Quellen
- Bonn-Miller M.O. u. a. — Labeling Accuracy of Cannabidiol Extracts Sold Online, JAMA, 2017.
- Geffrey A.L. u. a. — Drug-drug interaction between clobazam and cannabidiol in children with refractory epilepsy, Epilepsia, 2015.
- Devinsky O. u. a. — Trial of Cannabidiol for Drug-Resistant Seizures in the Dravet Syndrome, The New England Journal of Medicine, 2017.
- Harden C. u. a. — Practice guideline summary: Sudden unexpected death in epilepsy incidence rates and risk factors, Neurology, 2017.
- Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben über Lebensmittel.
Erstellt von der Redaktion von Hemp Farms Deutschland. Grundlage ist die Fachliteratur am Ende des Textes. Zuletzt aktualisiert:
Dieser Text dient nur der Info. Er ist kein ärztlicher Rat. Haben Sie Beschwerden? Gehen Sie zur Ärztin oder zum Arzt.