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CBD und Krebs: Warum es noch keine klinischen Studien am Menschen gibt

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Erste Ergebnisse aus dem Labor sind alt. Es ging um Cannabinoide und Tumorzellen. Sie sind über zwanzig Jahre alt. Sie klangen gut. Warum gibt es dann keine großen Studien am Menschen? Wir gehen der Frage nach.

Die Antwort sagt mehr über die Forschung als über die Pflanze. Einige Cannabinoide gibt es wirklich in der Apotheke. Aber für ganz andere Zwecke. Nicht für das, was im Netz steht.

Vorab: Kein Produkt mit Cannabinoiden ist gegen Krebs zugelassen. In keinem Land. CBD-Öl aus dem Laden ist keine Arznei. Dieser Text beschreibt keine Anwendung unserer Produkte.

Welche Cannabinoide zugelassen sind

Arznei Wirkstoff Wofür
Epidyolex Reines CBD Seltene Formen von Epilepsie. Mehr dazu im Text „CBD und Epilepsie“.
Sativex (Nabiximols) Extrakt mit THC und CBD, immer gleich Spastik bei Multipler Sklerose. Nicht für Krebs zugelassen.
Nabilon / Dronabinol Künstlich hergestellt In einigen Ländern gegen Übelkeit und Erbrechen durch Chemotherapie. Das ist eine Nebenwirkung der Therapie. Es ist nicht der Tumor.

Dieser Unterschied geht oft verloren. Eine Nebenwirkung zu lindern heißt nicht, den Tumor zu treffen. Das ist etwas ganz anderes.

Warum Studien fehlen

  • Der Schritt vom Labor zum Menschen scheitert fast immer. Viele Stoffe wirken in Zellen. Nur sehr wenige werden am Ende eine Arznei.
  • Im Körper sind die Mengen aus dem Labor nicht erreichbar.
  • Eine Phase-III-Studie kostet viele Millionen. Ein Naturstoff lässt sich kaum patentieren. Darum zahlt das selten jemand.
  • Es gibt ethische Grenzen: Man darf Patienten nicht bitten, die normale Therapie zu lassen. Nur um einen Stoff aus dem Labor zu testen.

Was Krebs-Institute sagen

Das National Cancer Institute fasst die Forschung im Labor zusammen. Es hält fest: Die Evidenz stützt Cannabis als Therapie gegen Krebs nicht. Cancer Research UK sagt dasselbe. Beide warnen vor dem echten Risiko: die normale Therapie aufzuschieben oder abzubrechen.

Das Risiko beim Aufschieben

Eine Studie in JAMA Oncology (Johnson u. a., 2018) begleitete Patienten mit heilbaren Tumoren. Wer auf Naturmittel setzte, lehnte öfter einen Teil der normalen Therapie ab. In dieser Gruppe war das Sterberisiko höher. Das Problem war nicht der Stoff. Es war das, was er ersetzte.

CBD und Krebstherapie

Der Körper baut CBD über CYP3A4 und CYP2C19 ab. CBD bremst CYP2C19, CYP2C9 und CYP1A2. Über die gleichen Wege laufen viele Krebsmittel. Darum entscheidet allein Ihr onkologisches Team.

Was wir verkaufen

Wir verkaufen Hanföle. Es gibt sie von 5 % bis 50 %. Sie sind Full Spectrum. Jede Charge hat ein Zertifikat aus dem Labor. Was drin ist, steht bei den CBD-Ölen und im Shop. Unsere Produkte sind keine Arzneimittel. Wir sagen nicht, dass sie Krankheiten heilen, lindern oder verhüten. So will es die Verordnung (EG) Nr. 1924/2006.

Häufige Fragen

Gibt es eine zugelassene Arznei gegen Krebs?

Nein. Epidyolex, Sativex, Nabilon und Dronabinol sind Arzneien. Aber keine davon gegen den Tumor. Das gilt in jedem Land.

Warum fehlen große Studien?

Der Schritt vom Labor zum Menschen scheitert oft. Die Mengen aus dem Labor sind im Körper nicht erreichbar. Dazu kommen Kosten und ethische Grenzen. Darum fehlen große Studien bis heute.

Ersetzt CBD-Öl eine Chemotherapie?

Nein. Laut JAMA Oncology (2018) starben Patienten mit heilbaren Tumoren häufiger. Und zwar dann, wenn sie Teile der normalen Therapie ablehnten. Reden Sie mit Ihrem Team, bevor Sie etwas ändern.

Kann CBD die Therapie stören?

Ja, über die CYP450-Enzyme ist das gut möglich. Das entscheidet Ihr Team in der Klinik. Sagen Sie immer, was Sie nehmen.

Weiterlesen

Wir nennen keine Menge, die für alle passt
Jeder Mensch ist anders. Gewicht, Alter und Arzneien spielen eine Rolle. Darum steht auf unserer Website keine „empfohlene“ Menge. Nutzen Sie das Produkt wie auf der Packung beschrieben. Sind Sie in Behandlung? Nehmen Sie Arzneien? Dann fragen Sie vorher Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Fragen zum Produkt? Zu Inhalt, Stärke oder Zertifikat? Schreiben Sie uns an office@hempfarms.info.

Quellen

  1. National Cancer Institute (USA) — Cannabis and Cannabinoids (PDQ).
  2. Cancer Research UK — Stellungnahme zu Cannabis und Krebs.
  3. Johnson S.B. u. a. — Complementary Medicine, Refusal of Conventional Cancer Therapy, and Survival Among Patients With Curable Cancers, JAMA Oncology, 2018.
  4. Europäische Arzneimittel-Agentur — Infos zu Epidyolex und Sativex.
  5. Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben über Lebensmittel.
Über diesen Artikel
Erstellt von der Redaktion von Hemp Farms Deutschland. Grundlage ist die Fachliteratur am Ende des Textes. Zuletzt aktualisiert:
Dieser Text dient nur der Info. Er ist kein ärztlicher Rat. Haben Sie Beschwerden? Gehen Sie zur Ärztin oder zum Arzt.


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